Bürgernahes Arbeiten steht weiter im Vordergrund

Fedderwardergroden ist der größte Wilhelmshavener Stadtteil und darf als wirtschaftliches Nebenzentrum nicht geschwächt werden.

  

Zu dieser Einschätzung kamen jetzt die Teilnehmer des „Politischen Roundtable“ des SPD-Ortsvereins Fedderwardergroden-Himmelreich während ihrer letzten Zusammenkunft in diesem Jahr im „Kreuzelwerk“.

 

Neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern begrüßte die Fedderwardergrodener SPD-Vorsitzende Christine Will die Sprecher des Fördervereins City Nord, Stefan Marxfeld und Heike Hedden, sowie die Wilhelmshavener Altbürgermeister Wilfrid Adam und Holger Barkowsky.

 

Erfreut zeigte sich Stefan Marxfeld als Vorsitzende der Förderverein City Nord dass die Forderung des Fedderwardergrodener Handels, unterstützt von SPD und Bürgerverein, das kostenlose Parken mit Parkscheiben in Fedderwardergroden fortzusetzen durch Anbringung der entsprechenden Schilder auch öffentlich umgesetzt wurde, sowie die immer wieder gezeigte Unterstützung durch die Technischen Betriebe der Stadt.

 

Mit großer Sorge betrachte man die angekündigte Schließung des Aldi Marktes in Fedderwardergroden und den geplanten Weggang nach Voslapp.

 

Wenngleich dem eine unternehmerische Entscheidung zugrunde liege,

dürfe das Nebenzentrum Fedderwardergroden nicht geschwächt werden.

Die anwesenden SPD-Ratsmitglieder Sebastian Seidel und Gesche

Marxfeld wiesen daraufhin, dass vor Jahren seitens der Stadt alle

rechtlichen Möglichkeiten geschaffen wurden damit Aldi sich überhaupt an

der Posener Strasse ansiedeln konnte.

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In der sich anschließenden regen Diskussion wurde darauf hingewiesen,

 

dass soziale Strukturen wie Einkaufsmöglichkeiten, aber auch die

 

Bankgeschäfte fußläufig erreichbar sein müssten.

 

Auch der Wegfall der Kasse bei den Sparkassen und die Möglichkeit Geld

 

bar einzahlen zu können, fördern den Verfall von sozialem Gefüge und die

 

Kommunikation gehe verloren.

 

Fedderwardergroden ist keine Schlafstadt, sondern habe ein aktives

 

Wohnumfeld mit viel Grün und das gelte es zu erhalten., so Seidel und

 

Marxfeld.

 

 

Die anwesenden SPD-Vertreter forderte auch Oberbürgermeister Wagner

 

als obersten Wirtschaftsförderer auf, sich eindeutig zum Nebenzentrum

 

Fedderwardergroden zu bekennen und den Bürgern zu sagen, wie er einer

 

sich anbahnenden Bauruine im Zentrum des Stadtteil begegnen will.

 

Die Aufgabe eines Wirtschaftsförderers sei es auch, Bestandspflege im

 

kleinen und mittleren Wirtschaftsbereich zu pflegen und nicht durch

 

große Ankündigungen keine Taten mehr folgen zu lassen.

 

Als Beispiel wurden von den Teilnehmern der angekündigte Bau eines

 

Outletcenters, die angeblich geplante Ansiedlung von chinesischen

 

Investoren bei den Jadewerken und der Verkauf von Gebrauchtflugzeugen

 

auf dem Flugplatz Mariensiel, genannt.

 

Alle großspurig angekündigten Vorhaben des Oberbürgermeisters folgten

 

keine Taten, sondern wie beim Ouletcenter nur peinliche Ankündigungen

 

des angeblichen Investoren, so Christine Will und Holger Barkowsky in

 

einem von den Teilnehmern sehr zustimmend zur Kenntnis genommenen

 

Beitrag.

 

 

Als mehr als peinlich wurde von den Teilnehmern auch die Ankündigung

 

des Oberbürgermeisters über seine angeblich so erfolgreich gewordene

 

Amtsperiode zur Einstimmung auf seinen Wahlkampf vor dem CDU Kreisverband gewertet.

 

Das der CDU-Oberbürgermeister jetzt Leistungen der SPD Landesregierung für Wilhelmshaven mit der kommunalen Finanzhilfe als seinen Erfolg ansieht und damit einen ausgeglichenen Haushalt habe, grenze an größter Peinlichkeit und wird sicherlich nicht nur in Hannover mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommenen, so Christine Will.

 

Für einen ausgeglichenen Haushalt hat der Rat der Stadt und ganz besonders die SPD Landesregierung mit ihrer Finanzhilfe gesorgt und der Oberbürgermeister habe die Pflicht diese Beschlüsse umzusetzen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Der SPD-Ortsverein forderte den Oberbürgermeister auf, den Bürgern endlich zu sagen was mit dem Gelände des geplanten Outletcenters im Herzen der Stadt geschehe und ob die Stadt Wilhelmshaven dem Investor schon etwaige Finanzmittel zur Verfügung gestellt habe. Ebenfalls muss der Oberbürgermeister endlich sagen, was mit dem seit Jahren brachliegenden und von einem Bauzaun eingerüsteten Grundstück an der Friedenstrasse/Ecke Gökerstr. geschehe und wie er endlich einen engen Schulterschluss zu den Wirtschaftsverbänden in der Stadt und Region herstellen wolle.

 

Wenn der Oberbürgermeister in einer Stellungnahme vor seinen CDU Parteifreunden von einer Stärkung des Mittelstandes in Wilhelmshaven spreche und das als seinen Erfolg ansehe, dann solle er einmal durch viele Bereiche der Stadt wie Marktstrass oder Göker Strasse gehen, dann werde er eines besseren belehrt, so die Teilnehmer an der SPD-Veranstaltung im Stadtnorden.

 

 

Die vielen Veranstaltungen in Wilhelmshaven seien nicht der Erfolg eines Oberbürgermeisters, das grenze schon an Peinlichkeit. Diese Erfolge und der Dank gebühre einzig einem äußerst kreativen und ideenreichen Geschäftsführer der Wilhelmshavener Touristik und Freizeit Michael Diers und seinem tollen Team.

 

Zum Abschluss einer sehr diskussionsfreudigen Veranstaltung wies Ludwig Jürgens als Organisator des seit Jahrzehnten von den Sozialdemokraten

 

des Stadtnordens durchgeführten Veranstaltung „Kohl und Politik“ am 21. Januar 2018 hin.